Casinogreif
Der Echtwert des Bonus, nicht seine Überschrift.

Guide

1.000 Euro im Monat: wie das Limit den Bonus begrenzt

Das monatliche Einzahlungslimit ist kein Wert des einzelnen Anbieters, sondern eine Grenze über alle in Deutschland erlaubten Anbieter zusammen. Wer mehrere Willkommensangebote plant, plant aus einem einzigen Topf, und ein zweites Konto vergrößert ihn nicht.

§ 6c Abs. 1 S. 2 GlüStV 2021 deckelt das anbieterübergreifende Einzahlungslimit grundsätzlich bei 1.000 Euro je Kalendermonat. Der Spieler muss bei der Registrierung selbst ein Limit setzen, und solange keines gesetzt ist, ist die Teilnahme untersagt.

Ausgeschöpft wird es als Summe aller Einzahlungen eines Kalendermonats über sämtliche Anbieter hinweg. Sportwetten und virtuelle Automatenspiele teilen sich denselben Betrag; ausgenommen sind allein Lotterien mit höchstens zwei Ziehungen pro Woche sowie das Gewinnsparen.

Vor jeder Einzahlung fragt der Anbieter die zentrale Limitdatei ab und erfährt, ob der Betrag die Grenze überschreiten würde. Dieselbe Datei achtet darauf, dass ein Spieler zu einem Zeitpunkt bei nur einem erlaubten Anbieter aktiv ist.

Beides zusammen erklärt, warum das parallele Abarbeiten mehrerer Bonusbedingungen hierzulande nicht funktioniert, und zwar unabhängig davon, wie großzügig die Angebote ausfallen.

Drei Angebote über hundert Prozent bis hundert Euro voll auszureizen kostet dreihundert Euro Einzahlung aus demselben Monatstopf. Machbar ist das, aber es bindet knapp ein Drittel des Standardlimits für drei Bedingungen, die ohnehin nicht gleichzeitig laufen dürfen.

Angebote ab einem Euro Mindesteinzahlung, wie sie die Marken der Berliner DGGS führen, sind aus dieser Sicht sparsam. Die Bonushöhe hängt dort allerdings an der Einzahlung, und bei den gestaffelten Freispielpaketen anderer Häuser noch deutlich stärker.

§ 6c Abs. 1 S. 3 lässt einen abweichenden Höchstbetrag zu. Nach der Entscheidungsrichtlinie der GGL ist eine Anhebung auf bis zu 10.000 Euro im Monat möglich, wenn die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit in geeigneter und überprüfbarer Weise belegt wird; Selbstauskünfte des Spielers genügen ausdrücklich nicht, und der Nachweis ist mindestens jährlich zu wiederholen.

Löwen Play beschreibt den Ablauf im eigenen Hilfebereich: Betrag beantragen, Prüfung, Freigabe nach Ablauf von sieben Tagen. Diese Wartezeit entspricht der Schutzfrist des § 6c Abs. 3 S. 2.

Werben darf damit niemand. Die Möglichkeit einer Anhebung ist eine Information über die Rechtslage und kein Merkmal, mit dem sich ein Anbieter von einem anderen unterscheidet.

Wer vor Abschluss der Prüfung spielt, tut das auf einem vorläufigen Spielkonto: 72 Stunden ab Registrierung, höchstens hundert Euro, keine Auszahlung (§ 6a Abs. 4 GlüStV 2021). Diese hundert Euro werden häufig als allgemeines Limit eines Anbieters weitergereicht, gehören aber ausschließlich zu diesem Fenster.

Wer nicht die Einzahlung, sondern die Teilnahme selbst begrenzen möchte, nutzt OASIS. Das Sperrsystem beim Regierungspräsidium Darmstadt wirkt bei allen erlaubten Anbietern gleichzeitig, läuft mindestens drei Monate und endet nicht von allein.

Beratung gibt es unabhängig davon bei der BZgA unter 0800 1 37 27 00, kostenfrei und anonym, sowie auf check-dein-spiel.de.