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Umsatzbedingungen berechnen: der Echtwert eines 100-Euro-Bonus
Zwei Angebote werben mit denselben hundert Prozent bis hundert Euro und verlangen 4.000 beziehungsweise 6.000 Euro Umsatz. Der Unterschied steht nicht in der Überschrift, sondern in der Bezugsgröße und im Faktor. Diese Seite rechnet beide Wege durch, mit den Bedingungen, die die Betreiber selbst veröffentlichen.
Ein Umsatzfaktor beschreibt nur die halbe Bedingung. Die andere Hälfte ist die Zahl, auf die er sich bezieht, und dafür gibt es bei deutschen Lizenznehmern mindestens drei Varianten: den Bonus allein, Einzahlung plus Bonus, und in einem Fall den Einzahlungsbetrag ohne den Bonus.
SlotMagie verlangt den dreißigfachen Umsatz von Einzahlung plus Bonus, Löwen Play den zwanzigfachen derselben Summe, Wildz den fünfunddreißigfachen. Interwetten dreht die Bezugsgröße um: fünffacher Umsatz des Einzahlungsbetrags bei einer Mindestquote von 1,7, und der gutgeschriebene Bonus muss vor einer Auszahlung zusätzlich ein Mal umgesetzt werden.
Wer nur die Faktoren vergleicht, hält die Zwanzig für das bessere Angebot und die Fünf für ein Geschenk. Ohne die Bezugsgröße lässt sich das schlicht nicht entscheiden.
Bei Löwen Play führen hundert Euro Einzahlung zu hundert Euro Bonus. Zwanzig mal zweihundert Euro ergibt 4.000 Euro, die durch das Konto laufen müssen, bevor etwas auszahlbar wird. Der Code lautet NEWLOWEN24, die Mindesteinzahlung liegt bei zehn Euro, die Frist bei dreißig Tagen.
Bei SlotMagie ist die Rechnung bis zum Faktor identisch. Dreißig mal zweihundert Euro sind 6.000 Euro, und dafür bleiben sieben Tage. Kein Spiel ist vom Umsatz ausgenommen, was die Bedingung ehrlicher macht als eine Ausschlussliste, aber nicht kleiner.
Bei Wildz ist die Bezugsgröße klein und der Faktor hoch. Vervierfacht werden die ersten zehn Euro, also vierzig Euro Bonusgeld auf zehn Euro Einzahlung, und fünfunddreißig mal fünfzig Euro sind 1.750 Euro. Das ist der niedrigste Umsatz dieser vier Angebote und zugleich das kleinste Bonusguthaben.
Der gesetzliche Einsatz je Spiel liegt bei einem Euro (§ 22a Abs. 7 S. 1 GlüStV 2021). 6.000 Euro Umsatz sind damit sechstausend einzelne Spiele, 4.000 Euro entsprechend viertausend.
§ 22a Abs. 6 verlangt, dass ein Spiel im Durchschnitt mindestens fünf Sekunden dauert. Sechstausend Spiele brauchen also mindestens 30.000 Sekunden reine Spielzeit, gut acht Stunden; viertausend liegen bei knapp fünfeinhalb. Das ist eine Untergrenze und keine Prognose.
Dazu kommt die Zeitanzeige: nach sechzig Minuten muss die verstrichene Spielzeit eingeblendet und vom Spieler bestätigt werden, und bei virtuellen Automatenspielen geht es erst fünf Minuten nach dieser Bestätigung weiter (§ 22a Abs. 9 i.V.m. § 6h Abs. 7). Was es dagegen nicht gibt, ist eine Zwangspause von fünf Sekunden zwischen zwei Spins. Diese Zahl ist die durchschnittliche Mindestdauer eines Spiels und keine Wartezeit davor.
6.000 Euro in sieben Tagen sind rund 857 Euro Umsatz pro Tag. 4.000 Euro in dreißig Tagen sind rund 133. Derselbe Betrag, auf verschieden lange Fenster verteilt, ergibt zwei völlig verschiedene Aufgaben.
Bei den Wettbüchern liegen die Fenster noch weiter auseinander: bet-at-home räumt sechzig Tage ein, Interwetten vierzehn. Löwen Play trennt zusätzlich innerhalb desselben Angebots, der Bonus gilt dreißig Tage und die Freispiele sieben, sodass die kürzere Frist bestimmt, wann man anfangen muss.
Umsatz ist weder ein Preis noch eine Verlusterwartung. Er beschreibt, wie oft Geld eingesetzt werden muss, nicht wie viel davon am Ende übrig bleibt.
Zwei Dinge kürzen das Ergebnis unabhängig vom Faktor. Erstens die Obergrenze dessen, was aus dem Bonus überhaupt auszahlbar ist. Zweitens die Zahlungsart: bei Löwen Play qualifizieren Einzahlungen per paysafecard nicht für das Willkommensangebot, und dieser Satz steht in den Bedingungen, nicht in der Werbung.